(Emulgatoren) Emulgatoren verbinden Wasser- und Ölphasen, können jedoch – insbesondere ethoxylierte Varianten – die Hautbarriere beeinflussen und die Durchlässigkeit der Haut erhöhen. Typische Beispiele sind Laureth-7, Ceteareth-20, Polysorbate-20, Polysorbate-60 und Steareth-20. Wir verzichten bewusst auf PEG-basierte Emulgatoren und setzen stattdessen auf hautidentische, lamellare Strukturen.
(Konservierungsstoffe) Konservierungssysteme sichern die Haltbarkeit, stehen jedoch oft im Spannungsfeld zur Hautverträglichkeit. Häufig eingesetzte Stoffe sind Phenoxyethanol, Ethylhexylglycerin, Benzoic Acid sowie EDTA-Derivate wie Disodium EDTA oder Tetrasodium EDTA. Unsere Formulierungen setzen auf minimalistische, präzise abgestimmte Systeme mit Fokus auf Hautintegrität.
(Lösemittel) Lösemittel verbessern die Verteilung von Wirkstoffen, können jedoch die Hautbarriere beeinflussen. Typische Vertreter sind Propylene Glycol, Butylene Glycol, Propanediol, Isohexadecane, Isododecane und 1,2-Hexanediol. Wir reduzieren ihren Einsatz auf ein funktionales Minimum und bevorzugen hautschonende Alternativen.
(Mikroplastik / synthetische Polymere) Synthetische Polymere werden häufig zur Textur- und Stabilitätsoptimierung eingesetzt, sind jedoch biologisch schwer abbaubar und können als Film auf der Haut wirken. Typische Beispiele sind Acrylates Copolymer, Carbomer, Polyacrylamide, Nylon-6/12 und Sodium Acrylate Copolymer. Wir verzichten konsequent auf solche Systeme.
(Mineralöle & paraffinbasierte Stoffe) Diese Stoffe wirken stark okklusiv und legen sich wie ein Film auf die Haut. Typische INCI sind Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Cera Microcristallina, Ceresin, Ozokerite und Isoparaffin. Sie verhindern Feuchtigkeitsverlust kurzfristig, unterstützen jedoch nicht aktiv die Hautfunktion. Wir setzen stattdessen auf physiologische Lipide.
(Parabene) Klassische Konservierungsstoffe wie Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben und Butylparaben stehen im Zusammenhang mit hormonellen Diskussionen. Auch wenn sie heute seltener eingesetzt werden, verzichten wir vollständig darauf.
(PEG & ethoxylierte Stoffe) PEG-Derivate können die Haut durchlässiger machen und werden im Zusammenhang mit möglichen Verunreinigungen diskutiert. Typische Beispiele sind PEG-40 Hydrogenated Castor Oil, PEG-8, Ceteareth, Steareth sowie Inhaltsstoffe mit der Endung -eth wie Sodium Laureth Sulfate. Wir verzichten vollständig auf PEG-basierte Systeme.
(Silikone) Silikone sorgen für ein glattes Hautgefühl, ohne die Hautfunktion zu verbessern. Typische Vertreter sind Dimethicone, Cyclopentasiloxane, Cyclohexasiloxane sowie Stoffe mit Endungen wie -cone oder -siloxane. Sie wirken okklusiv – wir setzen stattdessen auf funktionale Lipide.
(Synthetische Duftstoffe) Duftstoffe gehören zu den häufigsten Auslösern von Hautirritationen und Sensibilisierungen. Typische Beispiele sind Benzyl Salicylate, Limonene, Linalool und Geraniol in synthetischer Form. Wir verwenden ausschließlich hypoallergene Duftsysteme in minimaler Dosierung.
(Synthetische Farbstoffe) Farbstoffe erfüllen keinen funktionalen Zweck für die Haut und erhöhen unnötig das Irritationspotenzial. Erkennbar sind sie meist an CI-Nummern wie CI 19140 oder CI 42090. Wir verzichten vollständig darauf.
(Synthetische Filmbildner & Gelbildner) Diese Stoffe optimieren Textur und Stabilität, haben jedoch keinen funktionalen Nutzen für die Haut. Typische Beispiele sind Carbomer, Acrylates Copolymer, Polyacrylamide und Acrylates C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer. Sie bilden oft eine künstliche Schicht – wir setzen auf biologisch integrierbare Strukturen.
(Synthetische Weichmacher) Weichmacher werden zur Flexibilisierung von Formulierungen eingesetzt und stehen teilweise in hormoneller Diskussion. Typische Beispiele sind Propylene Glycol, Polymethyl Methacrylate sowie Adipic Acid / Neopentyl Glycol. Wir vermeiden komplexe Weichmachersysteme konsequent.
(Tenside) Aggressive Tenside können Lipide aus der Haut lösen und die Hautbarriere schwächen. Typische Vertreter sind Sodium Lauryl Sulfate, Sodium Laureth Sulfate, Sodium Myreth Sulfate und Sodium Coco Sulfate. Wir setzen ausschließlich auf milde, hautverträgliche Tensidsysteme.
(UV-Absorber) Einige chemische UV-Absorber stehen in Diskussion hinsichtlich Hautverträglichkeit und systemischer Aufnahme. Ein Beispiel ist Benzophenone-4. Wir verzichten bewusst auf solche Filter.
(UV-Filter) Viele moderne UV-Filter stehen aktuell in wissenschaftlicher Diskussion – sowohl hinsichtlich möglicher Verunreinigungen als auch potenzieller hormoneller Effekte. Typische Beispiele sind Octocrylene, Homosalate, Ethylhexyl Methoxycinnamate, Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate, Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine sowie Avobenzone. DHHB ist ein weit verbreiteter, photostabiler UVA-Filter, der häufig als Alternative zu Octocrylene eingesetzt wird. In der Fachliteratur gibt es Hinweise darauf, dass es im Herstellungsprozess zu Verunreinigungen mit Di-n-hexylphthalat kommen kann – einem nicht zugelassenen, potenziell reproduktionstoxischen Weichmacher. Zudem werden häufig Nano-Filter wie Zinc Oxide Nano eingesetzt. Unser Ansatz kombiniert stabile, hautverträgliche Filtersysteme mit mineralischen Komponenten und verzichtet bewusst auf kontrovers diskutierte Filter sowie komplexe Polymer-Stabilisierungen.